Rassestandard
Insgesamt sind von der Fédération Cynologique Internationale (FCI) derzeit 340 Rassen anerkannt, diese werden in zehn unterschiedliche Gruppen unterteilt:
- Gruppe 01: Hütehunde und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
- Gruppe 02: Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
- Gruppe 03: Terrier
- Gruppe 04: Dachshunde
- Gruppe 05: Spitze und Hunde vom Urtyp
- Gruppe 06: Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
- Gruppe 07: Vorstehhunde
- Gruppe 08: Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde - zum Beispiel Retriever
- Gruppe 09: Gesellschafts- und Begleithunde, zum Beispiel Havaneser
- Gruppe 10: Windhunde, zum Beispiel der Azawakh
Was ist die FCI?
Die FCI ist der größte Dachverband für die wissenschaftliche Lehre von Hunden. Sie legt in ihrem Statut fest, die Zucht und Verwendung von Rassehunden, sowie die Kynologie und das Wohlergehen der Hunde weltweit zu fördern.
WEISSER SCHWEIZER SCHAEFERHUND
( Berger Blanc Suisse )
URSPRUNGSLAND: Schweiz
VERWENDUNG: Familien- und Begleithund mit ausgesprochener Kinderliebe, aufmerksamer Wächter, freudiger und
gelehriger Arbeitshund.
KLASSIFIKATION F.C.I : Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde, (ausgenommen Schweizer Sennenhunde.)
ALLGEMEINE ERSCHEINUNGSBILD : Kräftiger, gut bemuskelter, mittelgroßer, stehohriger, stockhaariger oder langstockhaariger weißer Schäferhund von gestrecktem Format, mittelschwerem Knochenbau und eleganten, harmonischen Körperumrissen.
VERHALTEN / CHARAKTER ( WESEN ):
Temperamentvoll, nicht nervös, aufmerksam und wachsam; gegenüber Fremden gelegentlich etwas
zurückhaltend, niemals ängstlich oder aggressiv.
Kopf:
Kräftig, trocken und fein modelliert, zum Körper passend. Von oben und von der Seite gesehen keilförmig. Die
oberen Begrenzungslinien von Schädel und Fang sind parallel.
OBERKOPF:
SCHÄDEL: Nur wenig gewölbt, angedeutete Mittelfurche.
STOP: Geringfügig ausgeprägt, aber deutlich erkennbar
GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm : Mittelgroß; schwarzes Pigment erwünscht, Wechselnase und aufgehellter Nasenschwamm
zulässig.
Fang: Kräftig und im Verhältnis zum Schädel mäßig lang; Nasenrücken und untere Fanglinie gerade, zur Nase
hin leicht zusammenlaufend.
Lippen: Trocken, gut anliegend, möglichst vollständig schwarz
Kiefer / Zähne : Kräftiges und vollständiges Scherengebiss, wobei die Zähne senkrecht im Kiefer stehen sollten.
Augen: Mittelgroß, mandelförmig, leicht schräg eingesetzt; Farbe braun bis dunkelbraun; Lider gut anliegend;
schwarze Lidränder erwünscht.
Ohren: Hoch angesetzte, gut aufrecht getragene, parallel nach vorn gerichtete große Stehohren in Form eines
länglichen, oben leicht abgerundeten Dreiecks.
Hals: Mittellang, gut bemuskelt und harmonisch auf den Körper aufgesetzt; keine Wammenbildung; die
elegant geschwungene Nackenlinie verläuft ohne Unterbrechung vom mäßig hoch getragenen Kopf bis zum
Widerrist.
KÖRPER: Kräftig, muskulös, mittellang.
Widerrist: Betont.
Rücken: Horizontal, fest
Lenden: Stark bemuskelt.
Kruppe: Lang und von mittlerer Breite, zum Rutenansatz sanft abfallend.
Brust: Nicht zu breit, tief, (ca. halbe Widerristhöhe) , bis zu den Ellenbogen reichend; ovaler, weit nach hinten reichender Brustkorb, deutliche Vorbrust.
Bauch und Flanken: Straffe, schlanke Flankenpartie; Bauchlinie leicht aufgezogen.
RUTE: Rundum buschig behaarte Säbelrute, die sich zur Spitze hin verjüngt; eher tief angesetzt, mindestens bis zum Sprunggelenk reichend; in Ruhe hängend oder im
unteren Drittel leicht aufgebogen: in der Bewegung höher, aber nie über der Rückenlinie getragen.
GLIEDMASSEN: Kräftig , sehnig, mittelschwer
VORDERHAND : Von vorne gesehen gerade; nur mäßig breiter Stand; von der Seite gesehen gut gewinkelt.
Schulter: Langes und gut schräg gestelltes Schulterblatt; gute Winkelung ; ganze Schulterpartie stark bemuskelt.
Oberarm: Von genügender Länge, stark bemuskelt.
Ellbogen: Gut anliegend.
Unterarm: Lang, gerade, sehnig
Vordermittelfuß: Fest und nur wenig schräg gestellt.
HINTERHAND: Von hinten gesehen gerade und parallel, nicht zu breit stehend: von der Seite gesehen gut gewinkelt.
Oberschenkel: Mittellang, mit starker Bemuskelung
Unterschenkel : Mittellang, schräg, mit festen Knochen und gut bemuskelt
Sprunggelenk: Kräftig, gut gewinkelt
Hintermittelfuss: Mittellang, gerade, sehnig, Afterkrallen sollten entfernt sein (außer in den Ländern, in welchen
die Entfernung der Afterkrallen gesetzlich verboten ist).
Pfoten: Oval, hinten etwas länger als vorn; Zehen dicht aneinanderliegend und gut gewölbt; feste,
widerstandsfähige, schwarze Ballen; dunkle Krallen erwünscht.
GANGWERK: Rhythmischer Bewegungsablauf, gleichmäßig zügig und ausdauernd; weit ausgreifender Vortritt
und kraftvoller Schub; im Trab raumgreifend und leichtfüßig.
Haut : Ohne Falten, dunkel pigmentiert.
HAARKLEID:
Haar: Mittellanges, dichtes, gut anliegendes Stockhaar oder Langstockhaar; reichliche Unterwolle überdeckt von kräftigen, geraden Grannen; Fang, Gesicht, Ohren und Vorderseite der Läufe sind kürzer
behaart; am Nacken und an der Rückseite der Läufe etwas länger. Leicht gewelltes, hartes Haar zulässig.
FARBE: Weiß.
GRÖSSE UND GEWICHT:
Widerristhöhe: Rüden 60-66 cm
Hündinnen 55-61 cm
Gewicht: Rüden ca. 30 bis 40 kg
Hündinnen ca. 25 bis 35 kg
Typvolle Hunde dürfen wegen leichter Unter- oder Übergröße nicht ausgeschlossen werden.
Fehler: Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten ist als Fehler anzusehen, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
LEICHTE FEHLER:
Schwache Wildfärbung (schwache gelbliche oder lohfarbene Schattierung) an Ohrenspitzen; Rücken und Oberseite der Rute.
Fleckige Pigmentverluste an Nasenschwamm , Lippen und / oder Lidrändern.
SCHWERE FEHLER:
. Plumpe Erscheinung, zu kurzes Gebäude (quadratisches Format)
. Mangelndes Geschlechtsgepräge.
. Fehlen von mehr als zwei PM1. Die M3 werden nicht berücksichtigt.
. Hängeohren, Kippohren, Knickohren.
. Stark abfallende Rückenlinie.
. Ringelrute, Knickrute, Hakenrute, Kipprute
. Weiches, seidiges Deckhaar; wollig, lockig, nicht am Körper anliegend; ausgesprochenes Langhaar ohne Unterwolle.
. Deutliche Wildfärbung (deutliche, gelbliche oder lohfarbene Verfärbung) an Ohrspitzen, Rücken und Oberseite der Rute.
AUSSCHLIESSENDE FEHLER:
. Ängstlichkeit, Aggressivität
. Ein Auge oder beide Augen blau, hervortretendes Auge,
. Entropium, Ektropium
. Vor- und Rückbiss, Kreuzbiss
. Völliger Pigmentverlust an Nasenschwamm, Lippen und / oder Lidrändern.
. Völliger Pigmentverlust an Haut und Ballen
. Albinismus.
N.B. Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.
Die weissen Perlen
der Niederlausitz
